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Familie Luna

Peter Bethäuser

Für Peter Bethäuser stand schon früh fest, dass er einmal mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte. Über das ehrenamtliche Engagement in der KJG (Katholische Junge Gemeinde), einem kirchlichen Jugendverband, kam er zum Beruf Erzieher und arbeitete schließlich hauptberuflich in der kirchlichen Jugendpflege.
Durch die Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der Kindermitbestimmung erfuhr Peter von der Kinderrepublik Benposta in Nordspanien und lebte dort mehrmals für einige Wochen. Hier lernte er den Circo Los Muchachos, den Circus der Jungen, kennen. Peter, der zuvor kaum Kontakt mit dem Circus hatte, wird hier mit dem Circusfieber infiziert und wird von ihm auch nicht mehr los kommen.
Zurück in Deutschland arbeitete er weiter daran selbst Circustechniken zu erlernen und als Methode in seiner Arbeit anzuwenden. Dabei werden zunächst die Bodenakrobatik und das Schlappseil, später auch die Luftakrobatik und die Clownerie zu seinen Schwerpunkten.
In den Sommerferien 1989 führte er im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit zusammen mit Clown Frosch auf der Nordseeinsel Pellworm eine erste Kinderfreizeit mit dem Thema Circus durch. Zwar sind bei diesem ersten Projekt die Mittel und Möglichkeiten noch vergleichsweise bescheiden, doch die Insel bot einen idealen Rahmen für den Kindercircus.
Bald war die Arbeit dieses Circus für viele ein Begriff, so dass Anfragen von verschiedenen Trägern an Peter und Frosch gerichtet wurden. Das führte dazu, dass sie sich bald ein eigenes Circuszelt anschafften und gemeinsam den Circus Frosch gründeten.
Ende 1992 trennte sich Peter vom Circus Frosch, machte 1993 eine Weiterbildung zum "Kulturellen Bildner" und gründete den Circus Luna.

 

Claudia Bethäuser-Roos

Claudia Bethäuser-Roos lernte nach der Schule zunächst Arzthelferin und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf ... Doch eines Tages hatte sie von den Krankengeschichten und Karteikarten die Nase voll, machte das Abitur und studierte Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe.
Begleitend zum Studium arbeitete Claudia bei Kinderfreizeiten der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreis Würzburg mit und lernte so im Sommer 1993 bei einem Circuscamp Peter und seine pädagogische Circusarbeit kennen und lieben.
Damit sind die Weichen für eine Zukunft im Circus gestellt. Claudia erarbeitete zusammen mit Peter eine Hebeakrobatik und entdeckte für sich die Balance auf dem Drahtseil. Neben ihrem Jahrespraktikum in einem Kinderspielzentrum arbeitete sie kontinuierlich bei Circusprojekten als Trainerin mit.
Im Oktober 1995 feierten Claudia und Peter zusammen mit mehreren hundert "ihrer" Circuskinder eine unvergessliche Circushochzeit.
1996 schließt Claudia das Studium mit einer Diplomarbeit über "Konzeption und Durchführung sozialpädagogischer Circusprojekte" ab.

 

Marie Bethäuser
Leonid Bethäuser

Marie und Leonid, die Kinder der beiden, wurden als echte Circuskinder in diese Welt hinein geboren. Ob sie später auch im Circus arbeiten wollen, steht derzeit natürlich noch in den Sternen. Leonid ist mittlerweile alt genug um regulär an den Circuscamps teilzunehmen. Im Moment gilt sein Interesse vor allem dem Diabolo und dem Trampolin.
Marie, die kleinste der Familie Luna, schwebte im Sommer 2006, im Alter von zwei Jahren, das erste Mal als Ikarierin auf den Füßen ihres Vaters durch die Manege.